iqpr - Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation

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Arbeit, Assessment, Chancengleichheit, Partizipation, Prävention, Qualität, Rehabilitation

Historie

Seit der Gründung des iqpr im Juni 2000 haben in den Projekten des Institutes Fragen der beruflichen Rehabilitation eine wichtige Rolle gespielt.

Der Einsatz des Profilvergleichssystems IMBA zur Qualitätssicherung in den Berufsförderungswerken war ein Schwerpunkt in der Gründungsphase des iqpr. Der Gedanke einer stärkeren träger- und sektorenübergreifenden Vernetzung von Prävention und Rehabilitation stand in der PRVE-Forschungsphase“ (2001–2004) im Mittelpunkt. Zwischen 2001 und 2004 führte iqpr außerdem die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes ZAK-Online durch. In diesem von den Berufsförderungswerken Bad Widlbad, Hamburg und Michaelshoven/Köln durchgeführten Vorhaben wurden unterschiedliche Integrationsstrategien erprobt.

Standen in dem PRVE-Projekt vor allem Strukturaspekte des Versorgungssystems und Steuerungsinstrumente (z. B. Disability Management) im Vordergrund, war der Schwerpunkt des ZAK-Online Projektes die Interdependenz von Person und Situation im Integrationsprozess. In der Sprache der ICF sind damit die Kontextfaktoren angesprochen.

In Bezug auf die personenbezogenen Faktoren gehen wir von der Hypothese aus, dass das Selbstkonzept der Leistungsberechtigten für die erfolgreiche Teilhabe am Arbeitsleben von besonderer Bedeutung ist. Erkenntnisse aus der Psychologie belegen zum Beispiel, dass sich insbesondere Selbstwirksamkeitserwartungen und Kontrollüberzeugungen auf die Motivation und Eigeninitiative des Handelnden auswirken. Im Kontext Rehabilitation stellt sich darüber hinaus die Frage, wie die subjektive Bewertung der Gesundheit den Integrationsprozess beeinflusst. Diese und ähnliche Fragestellungen standen bereits in einer Rehabilitandenbefragung im Rahmen des Vorhabens „Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben“ (2005/2006) im Mittelpunkt.

Seit Anfang 2006 bearbeiten wir das BMAS geförderte Vorhaben „Verbesserung der Integrationschancen von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in Berufsförderungswerken“. Kooperationspartner sind die Berufsförderungswerke Birkenfeld, Dortmund, Frankfurt/Main, Hamburg, Heidelberg, Köln/Michaelshoven und Stralsund. Involviert ist ebenfalls die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke.

Das Projekt setzt sich mit der Frage auseinander, welche Instrumente ein nachfrageorientiertes Integrations- bzw. Übergangsmanagement unterstützen. Übergangsorientierte Instrumente werden erprobt sowie die konzeptionellen Eckpunkte von Übergangsmanagement im Kontext beruflicher Rehabilitation herausgearbeitet. Aufgegriffen werden dabei auch aktuelle Entwicklungen bei den kooperierenden Berufsförderungswerken.

In einem weiteren Forschungsvorhaben, gefördert von der DRV-Bund, geht es um die Frage, welche psychosozialen Faktoren die Wiedereingliederung in Arbeit fördern.

In beiden Projekten stehen damit das Zusammenspiel personenbezogener und situative Einflussfaktoren einer erfolgreichen Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt im Vordergrund.

Die Erkenntnisse aus diesen Projekten dienen letztlich dazu, integrationsorientierte Interventionen evidenzbasiert ableiten zu können.